Deutscher Wetterdienst

Wetter- und Warnlage für Deutschland

ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach
am Sonntag, 11.01.26, 16:00 Uhr


Verbreitet Dauerfrost. Kommende Nacht von Westen neuer Schnee und Glatteis
(Unwetter), Montag ostwärts ausbreitend.


Wetter- und Warnlage:
Unter Zwischenhocheinfluss ist kalte Kontinentalluft wetterwirksam. In der
Nacht zum Montag erreicht ein atlantischer Tiefausläufer den Westen und
leitet nachfolgend eine Milderung ein, die sich Richtung Osten nur sehr
zögerlich durchsetzt.

SCHNEEFALL/GLATTEIS (UNWETTER):
In der Nacht zum Montag ab Mitternacht von Westen aufkommende
Niederschläge, bis zum Morgen etwa eine Linie Schleswig-Harz-Allgäu
erreichend. Anfangs vorübergehend leichter Schneefall mit 1 bis 3 cm
Neuschnee, im Bergland um 5 cm. Nachfolgend aus Westen rasch in
gefrierenden Regen übergehend, dabei verbreitet Glatteisbildung
(UNWETTER)!

Am Montag tagsüber nach Osten verlagernder Niederschlag, dabei weiterhin
zunächst 1 bis 3 cm Neuschnee, gefolgt von Glatteisbildung durch
gefrierenden Regen (UNWETTER). Bis zum Mittag auch Niederbayern, zum Abend
auch Oder und Neiße erreichend. In der Westhälfte unterdessen spätestens
ab den Mittagsstunden Entspannung der Glatteissituation.

In der Nacht zum Dienstag vor allem östlich der Elbe erhöhte
Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen (teils UNWETTER). Auch in Teilen
der zentralen Mittelgebirge sowie bis nach Niederbayern weiterhin nur
zögernde Milderung und durch wiederholte Regenfälle teils erheblicher
Eisansatz an Vegetation und Infrastruktur möglich!

STURM:
In der Nacht zum Montag auf den Nordseeinseln und in exponierten
Küstenlagen zunehmend steife Böen um 55 km/h (Bft 7) aus Südost. In den
Hochlagen des Südschwarzwaldes und auf dem Brocken nach Mitternacht
einzelne Sturmböen um 80 km/h aus Südwest. Dann auch in freien Lagen des
westdeutschen Berglandes einzelne steife Böen um 50 km/h (Bft 7) aus
Süd.
Im Laufe des Montags wieder nachlassend.

FROST:
Tagsüber häufig leichter bis mäßiger Dauerfrost.

In der Nacht zum Montag in der Westhälfte leichter bis mäßiger Frost
zwischen -1 und -8 Grad, im Laufe der Nacht von Westen her leichte
Milderung. In der Osthälfte vielfach strenger Frost zwischen -10 bis
örtlich nahe -20 Grad.

Am Montag in der Osthälfte noch vielfach leichter Dauerfrost und von
Westen nur zögernde Milderung.




Detaillierter Wetterablauf:
Heute Früh und am Vormittag an den Alpen abklingender Schneefall.
Ansonsten heiter bis wolkig, vor allem im Nordosten und Teilen des Westens
oftmals sonnig, trocken. Tageshöchstwerte zwischen -7 Grad in der
Lüneburger Heide und +2 Grad in Südbaden sowie an den Küsten. Im Osten
zunächst mäßiger Nordwestwind, sonst schwachwindig.

In der Nacht zum Montag von Westen Bewölkungsverdichtung und von der
Deutschen Bucht bis zum Schwarzwald zunächst aufkommender leichter
Schneefall, später in gefrierenden Regen mit erheblicher Glatteisgefahr
übergehend. Ausgangs der Nacht die mittleren Landesteile erreichend. Im
Osten und Südosten oftmals klar oder gering bewölkt. Abkühlung auf -2
bis -8 Grad im Nordwesten und Westen, sonst -10 bis -15 Grad, örtlich bei
Aufklaren über Schnee auch darunter.


Am Montag meist bedeckt. In der Westhälfte zeit- und gebietsweise Regen,
sonst von den mittleren Regionen nach Osten ausweitender leichter
Schneefall, abseits des Nordostens rasch in gefrierenden Regen mit
Glatteisgefahr übergehend (UNWETTER). Höchstwerte zwischen +2 und +10
Grad in der Westhälfte, sonst -4 bis +4 Grad. Auffrischender Wind aus
südlichen Richtungen, im westlichen Bergland und im Umfeld der Nordsee
starke bis stürmische Böen.
In der Nacht zum Dienstag stark bewölkt bis bedeckt, vor allem in der Ost-
und Südosthälfte Niederschläge, lokal noch Schnee, meist als Regen,
teils gefrierend mit erheblicher Glatteisgefahr (UNWETTER). Tiefstwerte von
West nach Ost zwischen +5 Grad und -4 Grad.


Am Dienstag stark bewölkt und gebietsweise etwas Regen, im Osten anfangs
lokal noch gefrierend mit Glatteisgefahr. In der Westhälfte ab dem Mittag
meist trocken, örtlich Auflockerungen. Höchstwerte zwischen -1 Grad am
Oderhaff und bis 13 Grad am Oberrhein. Schwacher bis mäßiger Wind um
Süd.
In der Nacht zum Mittwoch wechselnd bis stark bewölkt und in der
Nordosthälfte gebietsweise weitere Regenfälle, an der Oder teilweise noch
gefrierend mit Glatteisgefahr. Später von Westen neuer Regen. Im Süden
meist trocken und gebietsweise Nebel. Tiefstwerte zwischen +7 Grad im
Westen und -3 Grad am Alpenrand.


Am Mittwoch weiterhin stark bewölkt oder neblig-trüb und von Westen
gebietsweise etwas Regen. Im östlichen Vorpommern und in Tälern der
östlichen Mittelgebirge vereinzelt noch gefrierend. Am Alpenrand teils
größere Auflockerungen. Höchstwerte zwischen +1 Grad an der Oder und +12
Grad am Oberrhein. Mäßiger Wind aus südlichen Richtungen. Auf einigen
Gipfeln teils stürmische Böen.
In der Nacht zum Donnerstag nachlassende Niederschläge aber weiterhin
größtenteils bedeckt bei Tiefstwerten zwischen +6 und -1 Grad mit den
tiefsten Werten im Südosten. Dort Glättegefahr.


Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach, M.Sc.-Met. Oliver Reuter